Flachgetriebe von ABM überzeugt bei Zasche
Flachgetriebe von ABM Greiffenberger überzeugt bei Zasche
Fein geschnürtes Kraftpaket

Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von ergonomischen Handhabungsgeräten ist das Metier der Zasche handling GmbH. Bei der Konstruktion eines neuen elektrisch betriebenen Seilbalancers erhielt das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Nördlingen Unterstützung durch ABM Greiffenberger aus Marktredwitz. Der Systemanbieter lieferte ein maßgeschneidertes Antriebssystem bestehend aus Flachgetriebe und Umrichter, das die Anforderungen des Herstellers an Leistung, Ergonomie und Energieeffizienz in vollem Umfang erfüllt.

Seit der Gründung im Jahr 1932 hat sich Zasche vom Spezialisten für Stahl- und Kranbau zu einem führenden Hersteller von manueller Handhabungstechnik in Deutschland entwickelt. Zum Portfolio gehören Manipulatoren, Schwenkkrane, Leichtkrananlagen und Hebegeräte. In den vergangenen Jahren hat ein Thema besonders stark an Bedeutung gewonnen: die demografische Entwicklung und damit das steigende Durchschnittsalter der Mitarbeiter in Industrieunternehmen. Dies spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn Bauteile bei der Herstellung, Weiterverarbeitung oder Kommissionierung bewegt werden müssen. „Rücken- und Muskel-Skeletterkrankungen verursachen erhebliche volks- und betriebswirtschaftliche Schäden. Sie sind ein häufiger Grund für Krankschreibungen oder verminderte Leistungsfähigkeit. „Ein hoher Anteil dieser Erkrankungen kann auf Fehlbelastungen zurückgeführt werden und genau hier wollen wir im wahrsten Sinn des Wortes "Entlastung" schaffen und gleichzeitig Arbeitsabläufe optimieren“, beschreibt Erwin Wagner, Geschäftsführer von Zasche.

Daraus hat das Unternehmen Konsequenzen gezogen: Die stetige Weiterentwicklung ergonomischer Handhabungsgeräte, eine steigende Vernetzung von Komponenten und die Verwendung von modernen Hochleistungswerkstoffen wie Carbon kennzeichnen die strategische Ausrichtung des Unternehmens, das mit 120 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 14 Millionen Euro erzielt. „Unsere Kunden erwarten zuverlässige, ergonomische Lösungen, die den Mitarbeiter entlasten und die er intuitiv bedienen kann“, skizziert Wagner. Sie müssten hohe Sicherheitsanforderungen ohne Einschränkung der Alltagstauglichkeit erfüllen. Darüber hinaus gelte es, speziell bei komplexen Arbeitsabläufen durch Semi-Automation eine hohe Widerholgenauigkeit zu ermöglichen und somit die Prozesssicherheit zu erhöhen.

Die konventionelle Handhabung stößt an ihre Grenzen
Die stetig steigenden Kundenanforderungen nach Ergonomie, Sicherheit und Hubgeschwindigkeiten können nach Angaben von Erwin Wagner mit herkömmlichen Lösungen wie Kettenzügen und Seilwinden nicht mehr zufriedenstellend abgedeckt werden. Deswegen hat sich die Entwicklungsabteilung von Zasche etwas Neues einfallen lassen: Für anspruchsvolle Aufgaben ohne Druckluftversorgung gibt es den elektronischen E-Balancer. Damit lassen sich alle Aufgaben zum Aufnehmen, Transportieren und Positionieren von Lasten exakt umsetzen. Mit Hilfe des Fügemodus kann der Werker Bauteile direkt mit der Hand und ohne zusätzliche Bedienelemente positionieren und fügen. Der E-Balancer besitzt einen speziellen Handgriff für ermüdungsfreies Arbeiten. Eine permanente Lastüberwachung sorgt für sicheren Transport, Plug- & Play-Verbindungen machen ihn besonders servicefreundlich. Zum Führen und Fügen stehen frei programmierbare Betriebsmodi zur Verfügung.

Der richtige Partner: ABM Greiffenberger
Für den E-Balancer suchte Zasche auch eine geeignete Antriebslösung. Im Pflichtenheft waren die Anforderungen klar definiert: Sie sollte robust und gleichzeitig leicht sein sowie eine lange Lebensdauer und einen hohen Wirkungsgrad besitzen. Darüber hinaus war eine feinfühlige Motorregelung über den gesamten Drehzahlbereich gefragt. Und Zasche wusste, wo der geeignete Projektpartner zu finden war. „Wir pflegen in der Handhabung seit Jahren eine gute Zusammenarbeit mit der weltweit agierenden ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH und schätzen deren hohe Kompetenz in der Antriebs- und Umrichtertechnik“, sagt Erwin Wagner. Nach ersten Gesprächen waren ABM-Mitarbeiter zur detaillierten Projektierung vor Ort und haben die komplexen Arbeits- und Sicherheitsaspekte zielgerichtet erörtert. Sie präsentierten mehrere Vorschläge, führten gründliche Tests durch und fertigten kurzfristig Prototypen.

Die intensive Zusammenarbeit war erfolgreich, und ABM legte ein maßgeschneidertes Konzept vor. „Die verwendete Motor-Getriebe-Kombination basiert auf einer Lösung aus unserem Standardprogramm der Flachgetriebereihe“, beschreibt ABM-Geschäftsführer Robert Lackermeier. Die Getriebe überzeugen durch eine kompakte Bauweise mit geringem Platzbedarf. Ihre hochwertigen Verzahnungen sorgen für einen leisen und langen Einsatz. Anwendern bietet sich eine Vielzahl von Anbaumöglichkeiten, und der Betrieb ist sehr effizient: Die Getriebe sind wartungsfrei. „Unsere Ingenieure besitzen ein profundes Know-how in der Hebetechnik. Sie haben spezifische Anpassungen für die Hebezeug-Anwendung und deren Sicherheitsanforderungen erarbeitet und umgesetzt“, beschreibt Lackermeier.

Die Erwartungen in vollem Umfang erfüllt
Die von ABM Greiffenberger entwickelte Antriebslösung hat Zasche überzeugt. „Bisher gab es nur positive Erfahrungen“, freut sich Erwin Wagner. Durch den Einsatz des für Hubanwendungen geeigneten Getriebes ist eine hohe Ausfallsicherheit garantiert. „Über den gesamten Drehzahlbereich hinweg können unsere Mitarbeiter mit einer feinfühligen Geschwindigkeitsregelung arbeiten. Dies erleichtert das exakte Positionieren von Bauteilen“, sagt er. Zasche profitiert auch von der sehr guten Steuer- und Regelbarkeit des Antriebs in Verbindung mit der gemeinsam entwickelten Sicherheits-Lösung. Das Getriebe zeichnet sich darüber hinaus durch hohe Leistungsfähigkeit bei geringem Gewicht aus. Erwin Wagner fasst zusammen: „Seitens Motor, Getriebe und Steuerungshardware wurden alle Erwartungen in vollem Umfang erfüllt.“

Ein wichtiges Thema ist für Zasche auch Industrie 4.0. Die Lösung von ABM Greiffenberger: Das Antriebssystem bestehend aus Flachgetriebe und Umrichter ermöglicht eine zuverlässige Fernwartung. Anwender erhalten dadurch umgehend Support. Im Bedarfsfall hat Zasche Zugang zu Informationen wie Einsatzzeiten, Lastzyklen oder Betriebszustand und kann diese Daten entsprechend auswerten.

Großer Vorteil: Alles aus einer Hand
Lobende Worte findet Erwin Wagner auch für die Qualität der Zusammenarbeit mit ABM Greiffenberger. „Die Kooperation mit Ansprechpartnern in Technik und Vertrieb war immer sehr positiv und kooperativ. Fragestellungen wurden pragmatisch und schnell bearbeitet“, sagt er. Als großen Vorteil für eine reibungslose Projektabwicklung bezeichnet er die Tatsache, dass ABM den kompletten Antrieb inklusive Umrichter aus einer Hand geliefert hat. Auch für zukünftige Vorhaben sieht Zasche in dem Systemanbieter den geeigneten Partner. Erwin Wagner: „Wir arbeiten bereits an der Verwendung weiterer Getriebebaugrößen aus dem ABM-Programm.“

Bild 1 (Zasche): Erwin Wagner, Geschäftsführer der Zasche handling GmbH: „Bisher gibt es mit dem Antriebssystem von ABM nur positive Erfahrungen.“


Bild 2 (ABM): Robert Lackermeier, Geschäftsführer von ABM Greiffenberger, „ABM ist nicht nur Systemlieferant, sondern auch Entwicklungspartner“

Bild 3 (ABM): Das ABM Flachgetriebe in Kombination mit dem Umrichter ermöglicht eine feinfühlige Geschwindigkeitsregelung über den gesamten Drehzahlbereich



Bild 4 (Zasche): Der E-Balancer ermöglicht sensibles Arbeiten und exaktes Positionieren

Bilder: ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH sowie ZASCHE handling GmbH